26. Oct 2015
Fackelmarsch der „Arier“ in Mariupol
5. Sep 2015
Für Frieden im Donbass aussprechen – Dafür wurde der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba inhaftiert
6. Aug 2015
Ukrainische Nazis griffen erneut Gedenkfeier und Trauernde des Odessa-Massakers an
6. Aug 2015
Oberleutnant des ukrainischen Militärs erhält Ehrenauszeichnung – Ein Offizier, der betrunken mit Schützenpanzerwagen Kleinkind tötete
30. Jul 2015
„Weißer Führer“ des Neonazi-Bataillons Asow ins Europäische Parlament eingeladen

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.


asow1

Ein tschechisches Mitglied des Europäischen Parlaments, Jaromír Štětina, hat den Kommandeur des Neonazi-Bataillons Asow Andrij Bilezkyj, genannt „White Leader“, eingeladen, um vor dem Europäischen Parlament die Motive, Positionen und Pläne des rechtsextremen Regiments Asow zu erläutern und so in einen Dialog mit dem Parlament zu treten.

„Freiwillige Bataillone sind ein wesentliche, reale politische und militärische Kraft im Osten der Ukraine. Nicht mit ihnen zu reden und nicht zu wissen, wer sie sind, heißt, nicht an einer Lösung des Konflikts interessiert zu sein“, sagte Štětina der Tschechischen Nachrichtenagentur, wie Prague Post berichtet. Er erklärte weiter, dass Berichte, die das Bild eines von jungen Rechtsextremen dominierten Bataillons zeichneten, die Ergebnisse russischer Propaganda seien.

Braucht die EU weitere Erklärungen zum Asow-Bataillon? Ist ein Blick auf die bekannten Fotos, die militärische Ausrüstung (mit darauf gemalten Hakenkreuzen und SS-Runen), das Emblem („Wolfsangel“ und eine an die „Schwarze Sonne“ angelehnte „Weiße Sonne“ – bekannte rechtsextreme Symbolik – sind darauf zu sehen) und deren öffentliche Auftritte (siehe Bild unten, zum Vergrößern auf das Bild klicken) nicht genug, um ihre Nazi-Identität zu bestätigen? Für Mitglieder des Europäischen Parlaments scheinbar nicht.

asow2


1430313707-2331

Seitdem Rechtsradikale des „Rechten Sektors“ in der Ukraine um dessen Anführer Dimitry Jarosch der Regierung in Kiew mit einem Ultimatum drohten, um den jetzigen Präsidenten Petro Poroschenko zu stürzen, wurden vor allem im Westen liegende Städte des Landes und dessen öffentliche Behörden gestürmt.

Lesen Sie dazu auch:
Blutiger Machtkampf in der Ukraine – Rechter Sektor stellt Poroschenko Ultimatum

In den letzten Tagen errichteten Anhänger und Mitglieder der rechtsradikalen/neofaschistischen Gruppierung Barrikaden und Checkpoints in mehreren Teilen der Ukraine und um Kiew. Nun scheint die Lage in der ganzen Ukraine, im Westen, wie auch im Osten, zu eskalieren.

Die folgenden Geschehnisse und Angriffe des „Rechten Sektors“ ereigneten sich in den letzten Tagen:

In Donezk wurde ein Attentat auf Elena Fillippova, die Sekretärin des DNR Chefs Zakharchenko (Präsident der selbst erklärten Volksrepublik Donezk), verübt. Auf dem Beifahrersitz Ihres Jeeps wurde ein Sprengsatz platziert, sie liegt derzeit im Krankenhaus.

• Gestern Abend wurde in Kiew die unabhängige, Maidan- und regimekritische Journalistin Margarita Valenko vor der Haustür ihrer Wohnung erschossen. Der Killer lauerte ihr im Haus auf und schoss gezielt 3 Kugeln ab. Margarita Valenko war sofort tot.

• Der Redakteuer der oppositionellen Zeitung „Arbeiterklasse“ (KPU), Ex-Abgeordndeter der Rada wurde für „Separatismus“ vor Gericht gestellt.

In der Stadt Kharkov schikanierten Rechtsradikale des „Rechten Sektors“ junge Männer auf dem Markt. Als sie bemerkten, dass sie von diesen gefilmt wurden, nahmen sie die Männer mit dem Vorwurf „Separatismus“ fest.

Der „Rechte Sektor“ blockiert nach tödlichen Zusammenstößen mit der Polizei die außenstehenden Checkpoints in Mukachevo. Zivilisten und Einwohner der Stadt wurden evakuiert. Es scheinen alle Verhandlungen gescheitert zu sein. Die Söldner des Rechten Sektor wollen nicht ohne Befehl Ihrer Anführer die Waffen wegzulegen.

Mehrere Morde von Maidan-kritischen Journalisten, wie auch von Beamten, die der selbsternannten Donezker Volksrepublik angehören, wurden begangen.

Anhänger des „Rechten Sektors“ werden als Drahtzieher vermutet. Zudem haben dessen Anhänger mehre Menschen mit dem Vorwurf, es handelte sich um Separatisten, festgenommen.