26. Oct 2015
Fackelmarsch der „Arier“ in Mariupol
5. Sep 2015
Für Frieden im Donbass aussprechen – Dafür wurde der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba inhaftiert
6. Aug 2015
Ukrainische Nazis griffen erneut Gedenkfeier und Trauernde des Odessa-Massakers an
6. Aug 2015
Oberleutnant des ukrainischen Militärs erhält Ehrenauszeichnung – Ein Offizier, der betrunken mit Schützenpanzerwagen Kleinkind tötete
30. Jul 2015
„Weißer Führer“ des Neonazi-Bataillons Asow ins Europäische Parlament eingeladen

Der 3. Ausschuss der UNO-Vollversammlung brachte auf Initiative von 31 Ländern eine Resolution gegen Xenophobie, Rassismus, Neonazismus und die Verherrlichung des Hitler-Faschismus ein. Bei der Abstimmung am 21.11.2014 stimmten nur drei Staaten gegen die Resolution: die Ukraine, die USA und Kanada.

Der offizielle Titel der Resolution lautete: „Die Bekämpfung der Verherrlichung des Nazismus, Neonazismus und anderer Praktiken, die zu zeitgenössischen Formen des Rassismus, der Rassendiskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Intoleranz beitragen.“ und beinhaltete 48 Punkte, in denen sich die unterzeichnenden Staaten dazu verpflichten sollten besonders auf fremdenfeindliche und Neonazistische Tendenzen zu achten und diese zu ächten. In diesen 48 Punkten sollten sich die unterzeichnenden Staaten unter anderem dazu bekennen Vorbehaltlos die Leugnung des Holocausts zu verurteilen und eine tiefe Besorgnis über die über die Verherrlichung der Nazi-Bewegung und des Nationalsozialismus, in jeglicher Form auszudrücken. Dazu zählt auch die Verherrlichung ehemaliger Mitglieder der Waffen-SS, einschließlich der Errichtung von Denkmälern und Gedenkstätten, sowie das Abhalten öffentlicher Demonstrationen zu Ehren dieser.

Für das Dokument stimmten 115 Staaten. 55 Staaten, darunter die EU-Mitgliedsländer, enthielten sich. Besonders besorgniserregend ist, dass Deutschland, welches sich aufgrund seiner Geschichte in einer besonderen Verantwortung befindet, sich ebenfalls enthielt.

Der Volltext der UN Resolution, sowie die Resultate beim Abstimmungsverhalten sind im Internet zu finden.


euromaidan_book

Das Buch beschreibt die Entwicklung der ukrainischen nationalistischen Gruppen seit 1991 bis heute. Es konzentriert sich auf die Geschichte der parlamentarischen rechtsradikalen Swoboda Partei und der nicht-parmentarischen Gruppe des „Rechten Sektors“. Die Autoren untersuchen die Ideologie, Psychologie und Methoden des politischen Kampfes dieser Strukturen. Die Experten versuchen, die Frage zu beantworten: Wie haben es die radikalen Neo-Nazi-Gruppen geschafft die Antriebskraft für die ukrainische Revolution zu werden?

Das Buch ist nun als Volltext in Englisch zum Download verfügbar:

Download Buch Cover
Download Buch
Download Fotos 1
Download Fotos 2
Download Beilage „Das Massaker von Odessa“

Danke an die Commonwealth of the Independent States – Election Monitoring Organization (CIS-EMO) für die Veröffentlichung des Buches.


Als am 2. Mai 2014 in Odessa das Gewerkschaftshaus brannte, gab es zum einen zahlreiche Jubel-Bekundungen verschiedenster Art in den Sozialen Netzwerken, auf Facebook, Twitter, vkontakte, und zum anderen „meldeten ukrainische Medien geradezu triumphierend, „Patrioten“ hätten die „Separatisten zurückgeschlagen“. Man sei dabei, sie erfolgreich „auszuräuchern“.“

Am vergangenen Sonntag, den 29. Juni 0214, kurz vor Ablauf der verlängerten Waffenruhe, demonstrierten in Kiew „mehrere hundert Mitglieder der ukrainischen Spezialeinheiten Asow, Ajdar und Donbass, die im Osten der Ukraine gegen die Separatisten kämpfen“, gegen diese Waffenruhe – und ernteten den Applaus von Tausenden. Eine Demonstration für Krieg, inmitten einer europäischen 3-Millionen-Metropole.

Wir sind sehr besorgt aufgrund dieser und ähnlicher Ereignisse in der Ukraine, und möchten Ihnen aus diesem Anlass ein Buch vorstellen, das sich mit dem Phänomen des ukrainischen Nationalismus näher beschäftigt, und laden Sie hiermit herzlich zu unserer Veranstaltung ein: Am kommenden Montag, den 7. Juli um 19:00 Uhr, im Musiksaal in der 6. Etage des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur.

neonaziMaidan

Die Autoren Alexey Kochetkov und Stanislav Byshok werden persönlich ihr Buch „Neonazis & Euromaidan“ vorstellen. Sie beschreiben darin die Entwicklung der ukrainischen nationalistischen Gruppen von 1991 bis in unsere Tage, mit Schwerpunkt auf die Geschichte der Swoboda-Partei (infolge des Euromaidan an der Regierung beteiligt) und auf die außerparlamentarische Bewegung „Rechter Sektor“. Im Zentrum steht die Frage: Wie konnten radikale Nationalisten zur treibenden Kraft der ukrainischen Revolution werden?

Die Präsentation erfolgt auf Russisch und wird konsekutiv auf Deutsch übersetzt.

Veranstaltungsdatum:
7. Juli um 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur
Friedrichstraße 176 – 179
10117 Berlin

U-2: Stadtmitte
U-6: Französische Straße