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In der ostukrainischen Stadt Kharkov ist am Sonntag abend das überlebensgroße Lenindenkmal gestürzt worden. Zuvor hatten sich mehrere tausend ukrainische Nationalisten mit blau-gelben Staatsbannern, den schwarz-roten Fahnen der faschistischen Organisation Ukrainischer Nationalisten und dem Faschistenemblem der Wolfsangel auf einem Marsch »für die Ukraine« versammelt. Zuerst wurde die Parole »Ruhm der Ukraine« und eine Wolfsangel in den Granitsockel des Lenin-Monuments gemeißelt, später wurde das Monument mit Seilen gestürzt.

Die Aktion geschah mit Billigung des regionalen Gouverneurs, des Oligarchen Igor Baluta, und des Innenministers Arsen Awakow. Baluta hatte den Platz um das Denkmal weiträumig von der Polizei absperren lassen, um Gegendemonstrationen zu verhindern; die Beamten ließen jedoch einen LKW mit Seilwinde, der die angesägte Statue zu Fall brachte, durch die Absperrung. In Balutas Anordnung zur »Demontage des Denkmals für W. I. Lenin« hieß es ausdrücklich, Ziel der Polizeikette sei nicht der Schutz des Denkmals, sondern einzig der der Passanten vor der Gefahr, von herumfliegenden Splittern getroffen zu werden. Innenminister Awakow schrieb auf seiner Facebook-Seite, Sondereinheiten der Polizei seien in Bereitschaft, um alle »bewaffneten Provokationen« durch Gegner der Nationalisten zu unterbinden. Gegner der Nationalisten wurden gnadenlos verprügelt und schlimm zugerichtet, eine angekündigte Gegendemonstration wurde verboten.

Am Morgen zwei Tage nach dem Aufmarsch der Nationalisten wurde eine Leiche, die am Zaun einer Kirche aufgehangen war, gefunden. Die Umstände und die Todesursache sind bisher ungeklärt.