26. Oct 2015
Fackelmarsch der „Arier“ in Mariupol
5. Sep 2015
Für Frieden im Donbass aussprechen – Dafür wurde der ukrainische Journalist Ruslan Kotsaba inhaftiert
6. Aug 2015
Ukrainische Nazis griffen erneut Gedenkfeier und Trauernde des Odessa-Massakers an
6. Aug 2015
Oberleutnant des ukrainischen Militärs erhält Ehrenauszeichnung – Ein Offizier, der betrunken mit Schützenpanzerwagen Kleinkind tötete
30. Jul 2015
„Weißer Führer“ des Neonazi-Bataillons Asow ins Europäische Parlament eingeladen

In der Ukrainischen Stadt Kostyantynivka im Oblast Donetzk überrollte am 16. März 2015 um 14:42 Uhr ein ukrainisches Panzerfahrzeug eine Mutter, die mit ihren beiden Kindern (fünf Monate und acht Jahre alt) unterwegs war. Eines der Kinder, ein 8 Jahre altes Mädchen, war auf der Stelle tot. Die Mutter und ihr anderes Kind wurden ins Krankenhaus gebracht. Einigen Berichten zufolge liegt die Mutter aktuell im Koma.

Oberleutnant Marian Rak hatte im März mit einem Offizierskollegen nach zahlreichen Zeugenaussagen in völlig betrunkenem Zustand mit einem Schützenpanzer den Panzer gefahren, der den Tod des Mädchens namens Polina verursachte. Nach dem Vorfall beging er Fahrerflucht. Nun zeichnete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Offizier mit einer Ehrenmedaille für „hervorragende Führung, Organisationsfähigkeit und Durchhaltevermögen, die zum entscheidenden Sieg in der Schlacht beitrugen“, aus.

Beide Offiziere der ukrainischen Armee sollen bei dem Unfall so stark betrunken gewesen sein, „dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnten“, kommentierten Augenzeugen den Unfall.

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Der blutige Vorfall ereignete sich in dem kleinen ukrainischen Dorf Melioratyvne, an der nah gelegenen Großstadt Dnipropetrovsk. Es entbrannte ein starker Konflikt zwischen den Dorfbewohnern und bewaffneten Söldner des „Aydar“ Battalion, die für die Ukrainische Regierung gegen das Donbass kämpft. Mitten in der Nacht versuchten die Söldner einen Abriss an der einzigen Lenin Statue, die sich im Dorf befinden, durchzuführen. Als die Dorfbewohner die Söldner zur frage stellten, wieso sie kamen, um das zu tun, entfachte ein Konflikt. Etwa 20 Zivilisten wurden schwer verletzt. Als Polizeibeamte am Tatort eintrafen, standen sie neben den Kämpfern des „Aydar“ Battalions und unternahmen nichts. Über diesen Vorfall wurde in den ukrainischen Medien nicht berichtet.

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Ein tschechisches Mitglied des Europäischen Parlaments, Jaromír Štětina, hat den Kommandeur des Neonazi-Bataillons Asow Andrij Bilezkyj, genannt „White Leader“, eingeladen, um vor dem Europäischen Parlament die Motive, Positionen und Pläne des rechtsextremen Regiments Asow zu erläutern und so in einen Dialog mit dem Parlament zu treten.

„Freiwillige Bataillone sind ein wesentliche, reale politische und militärische Kraft im Osten der Ukraine. Nicht mit ihnen zu reden und nicht zu wissen, wer sie sind, heißt, nicht an einer Lösung des Konflikts interessiert zu sein“, sagte Štětina der Tschechischen Nachrichtenagentur, wie Prague Post berichtet. Er erklärte weiter, dass Berichte, die das Bild eines von jungen Rechtsextremen dominierten Bataillons zeichneten, die Ergebnisse russischer Propaganda seien.

Braucht die EU weitere Erklärungen zum Asow-Bataillon? Ist ein Blick auf die bekannten Fotos, die militärische Ausrüstung (mit darauf gemalten Hakenkreuzen und SS-Runen), das Emblem („Wolfsangel“ und eine an die „Schwarze Sonne“ angelehnte „Weiße Sonne“ – bekannte rechtsextreme Symbolik – sind darauf zu sehen) und deren öffentliche Auftritte (siehe Bild unten, zum Vergrößern auf das Bild klicken) nicht genug, um ihre Nazi-Identität zu bestätigen? Für Mitglieder des Europäischen Parlaments scheinbar nicht.

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